Albert Einstein

In München lebte einmal ein kleiner jüdischer Junge.
Geredet hat er als Kind nicht viel.
Es heißt, im Alter von vier Jahren habe er sein erstes Wort gesprochen.
Er hieß Albert und seine beste Freundin war Maja, seine Schwester.
Mit 5 bekam er einen Kompass geschenkt – wie das wohl geht, dachte er sich?
Die Schule mochte er nicht, dafür schrieb er seinen ersten wissenschaftlichen Aufsatz mit 16.

Von wem die Rede ist? Wer zeigt uns da die Zunge :-)?

Albert Einstein.

Das Bilderbuch zeigt uns den Weg des kleinen, jüdischen und sprachlosen Jungen zu einem gefeierten Wissenschaftsgenie.

 

Spannend für jedes Alter. Ein Buch, das zum gemeinsamen Lesen und Reden einlädt.

Was wir als Eltern mitnehmen können:

  • dass so manches Kind, das in seiner Entwicklung in bestimmten Bereichen scheinbar hinterher hinkt, ganz andere Stärken haben kann und wird. In diesem Fall zum Beispiel viel besser zu beobachten als andere. Sich mehr Gedanken um Hintergründe und Zusammenhänge zu machen.
    Also “runter vom Gas” – räumen wir Kindern Raum und Zeit für ihre Entwicklung ein. Kinder entwickeln sich nicht nach Schema F – auch wenn es vielleicht für Eltern leichter wäre. Natürlich ist es schon gut, ein paar Richtlinien zu haben, um tatsächliche Handicaps nicht zu übersehen.
    Nehmen wir sie an wie sie sind – sie sind gut so wie sie sind (wenn auch herausfordernd und nicht immer so wie wir sie uns erträumen 🙂 )
  • Es verdeutlicht, wie wichtig es ist, das richtige Schulsystem für Kinder zu finden. Nicht jedes ist für jedes Kind spannend bzw. unterstützend – es könnte selbst aber, wenn es seinen Neigungen und Interessen nachgehen darf, bereits mit 16 wissenschaftliche Aufsätze schreiben. Passt ja auch wunderbar zur jetzigen Diskussion um die Erneuerung bzw. Überarbeitung des Schulsystems. Ja, ich weiß – es ist nicht jedes Kind ein Albert Einstein und wird ein Genie, nur weil es ein scheinbares Manko hat.
    Aber das Buch kann und soll Eltern anregen zu schauen, welche Stärken ihr Kind hat. Und es dort zu unterstützen, ihm Selbstvertrauen zu geben und dann erst die “Schwächen” zu schwächen.
  • Wer zu faul zum Suchen ist, hält Ordnung – oder nur das Genie beherrscht das Chaos. Diese “Weisheiten” kennen wir doch alle. Die Beschreibung des äußerlichen Chaos Alberts, aber der perfekt geordneten Gedanken regt wohl auch dazu an, nicht nur oberflächlich, scheinbar offensichtliches zu bewerten. Es zahlt sich aus dahinter zu schauen – auch in die vielleicht oft krausen Gedanken von Kindern oder deren Unordnung im Kinderzimmer.
    Welche Struktur und Ordnung haben sie? Welche brauchen sie?
  • In der angeschlossenen Zeitleiste wird in einem Nebensatz auch erwähnt, dass er mit Mileva Maric verheiratet war und mit ihr seine Gedanken zur theoretischen Physik diskutieren konnte. Welche Gedanken können/dürfen Kinder mit uns austauschen?
    Als Tipp: auf den Gebrauch von Standardsätzen wie: “Da bist du noch zu klein!” “Das verstehst du noch nicht!” achten. Hilft nicht wirklich.

Was Kinder mitnehmen können:

  • Es zeigt Kindern, dass es gut ist, wie sie sind. Dass sie sich auf ihre Stärken konzentrieren sollen und es  wichtig ist, Fragen zu stellen. Neugierig zu sein. Die Welt im eigenen Tempo und auf eigenem Weg zu erobern.
    Wie heißt es so schön im letzten Satz:
    ein Genie, dass der Welt bewies, dass Neugier und Phantasie wichtiger sind als Wissen (heißt aber nicht, dass sie nichts lernen sollen 🙂 ).

Das Buch allgemein:
Der Text ist in kurzen, einfachen Sätzen verfasst. Für Kinder werden auch Fakten wie die Vertreibung der Juden aus Deutschland klar und deutlich angesprochen – ohne Pathos, ohne Drama und trotzdem greifbar. (Bei jüngeren Kindern erfordert es eine Erklärung – auf das Kind achten und auf dessen Reaktion hin erst agieren)
Die Illustration ist … manchmal etwas skuril, aber genau das macht den Charme aus und passt zu Albert Einstein.

Details
ISBN/EAN  978-3-458-64305-0
Einbandart Gebunden

Verlag

Insel Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 27.03.2022
Reihe Little People, Big Dreams (deutsche Ausgabe)
Seiten 32 Seiten

Jede Lebensgeschichte begann damit, als sie noch klein waren: mit großen Träumen.

Vielleicht erinnern wir uns dann auch unsere Träume….

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