Krieg – Wie können wir Kinder unterstützen?

Die russische Invasion macht betroffen.
Der Krieg ist nah und ängstigt.

Er spielt sich auch in unserem Wohnzimmer per TV ab.
Wir tragen ihn in unserer Hand per Smartphone.

Wie gehen wir als Eltern damit um?
Was können wir für unsere Kinder tun?

Liebe Mama, lieber Papa, liebe Großeltern und alle, die ihr mit Kindern in dieser Zeit Kontakt habt und sie begleitet:

Atmet durch – werdet euch eurer eigenen Ängst bewusst, lasst euch nicht in die Panik hineinziehen.

  • Achte auf das Verhalten deines Kindes.
    • Du kennst dein Kind. Zeigt es Interesse, Sorge, etc.? Oder geht es an ihm vorbei?
  • Ängste von Kindern ernst nehmen
    • tut sie nicht ab, weil die Ukraine ja sooooo weit weg ist.
    • Von ist sie näher als Bregenz!
  • Kinder integrieren die Erlebnisse in ihr Leben, übertragen sie auf ihre Umgebung / Lebenssituation.
    • Krieg in Österreich? Kommt Putin auch zu uns? Müssen wir auch fliehen? Muss Papa/Opa auch Menschen erschießen?
  • Sagt Kindern die Wahrheit, wenn sie euch fragen.
    • Keine grausamen Details, aber die Wahrheit.
  • Es ist wichtig, dass Kinder darauf vertrauen können, dass sie von euch die Wahrheit erfahren.
  • Überfallt sie nicht mit Wissen, das sie gar nicht verstehen / verarbeiten können / haben wollen.
  • Gebt ihnen Zeit, Fragen zu stellen. Sie müssen erst verarbeiten – genau wie wir Erwachsenen.
  • Es kann sein, dass sie im Spiel die Situation nachspielen, zeichnen oder ähnliches um zu verarbeiten.
    • Das kann uns erschrecken, aber es ist ein guter Mechanismus.
  • Es kann sein, dass der Körperkontakt, das Kuscheln jetzt im Moment ganz wichtig ist.
    • … und ehrlich: Es tut auch uns Erwachsenen gut.
  • Redet nicht über die Köpfe der Kinder hinweg mit anderen Erwachsenen, im Glauben, dass die Kinder den Inhalt eeeehhhh nicht mitbekommen.
    • Die Verwirrung, Unsicherheit und die entstehenden Bilder im Kopf sind wesentlich größer und noch weniger greifbar.
  • Newsticker und halbstündliche Updates hämmern das Geschehene bildlich in unser Gehirn und verstärken Angst, Unsicherheit und Ohnmacht.
    • Es macht Sinn sich, wenn dann gezielt zu informieren.
    • Seriöse Quellen beachten: Bundesministerium für Inneres – nicht auf den Zug der Social Medias aufspringen.
    • …und keine Weiterleiten, Liken oder Posten von Greuelvideos – das stärkt nur den Algorithmus, die Unsicherheit und den Nährboden für FakeNews
    • Wir schauen Nachrichten (ORF) um gut informiert zu sein und richtig zu handeln.
  • Zeigt und redet über eure Gefühle.
  • Als Erwachsene dürfen wir auch mal ratlos sein, keine Lösung parat haben.
  • Zu sagen, dass man Angst hat, sich Sorgen macht, vielleicht auch mal zu weinen, ist kein Zeichen von Schwäche.
  • Jetzt etwas GEMEINSAM tun!!!
    • Miteinander spielen.
    • Miteinander zeichnen.
    • Miteinander sprechen.
    • Füreinander da sein.
    • Einen Friedens-Kuchen backen und mit einem Nachbarn teilen.
    • Eine Friedens-Kerze anzünden.
    • Gemeinsam für die Menschen/den Frieden beten …

Autorin:
Elisabeth Eder-Janca, zert. Medienpädagogin,dipl. Elternbildnerin, Medienexpertin

 

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