Terror. Wie können wir Kinder unterstützen?

Liebe Eltern, so unverständlich für uns dieser Terroranschlag in Wien ist, jetzt müssen wir unseren Kindern zur Seite stehen.
Auch wenn sie nicht direkt betroffen sind, werden sie die Nachrichten hören oder sehen. Werden unsere Betroffenheit und Sorge erleben.

Doch wie gehen wir als Eltern damit um? Was können wir tun?

  • Tief durchatmen.
  • Achtet auf das Verhalten der Kinder. Zeigen sie Interesse, Sorge, etc.?
  • Die Ängste der Kinder ernst nehmen – tut sie nicht ab, weil ihr vielleicht in einem anderen Bundesland seid und somit „aus der Schusslinie“.
    • Kinder integrieren die Erlebnisse in ihr Leben, legen sie auf ihre Situation um. Terror in Hintertupfing? Unwahrscheinlich, aber reale Angst/Sorge der Kinder.
  • Sagt Kindern die Wahrheit, wenn sie euch fragen.
    • Keine grausamen Details, aber die Wahrheit.
  • Es ist wichtig, dass Kinder darauf vertrauen können, dass sie von euch die Wahrheit erfahren.
  • Gebt ihnen Zeit, Fragen zu stellen. Sie müssen erst verarbeiten.
  • Es kann sein, dass sie im Spiel die Situation nachspielen, um zu verarbeiten.
    • Das ist manchmal für uns erschreckend, aber es ist ein guter Mechanismus.
  • Es kann sein, dass der Körperkontakt, das Kuscheln jetzt im Moment ganz wichtig ist.
    • … und ehrlich: Es tut auch uns Erwachsenen gut.
  • Redet nicht über die Köpfe der Kinder hinweg mit anderen Erwachsenen, im Glauben, dass die Kinder den Inhalt nicht mitbekommen.
    • Die Verwirrung, Unsicherheit und die entstehenden Bilder im Kopf sind wesentlich größer und noch weniger greifbar.
  • Newsticker und halbstündliche Updates hämmern das Geschehene bildlich in unser Gehirn und verstärken Angst, Unsicherheit und Ohnmacht.
    • Es macht Sinn sich gezielt zu informieren.
    • Seriöse Quellen beachten: Bundesministerium für Inneres – nicht auf den Zug der Social Medias aufspringen
    • Wir schauen Nachrichten (ORF) um gut informiert zu sein und richtig zu handeln.
  • In betroffenen Gebieten:
    • Wir halten uns an die Anweisungen der Polizei.
      Die Polizei passt auf uns auf und beschützt uns.
  • Zeigt und redet über euere Gefühle.
  • Als Erwachsene dürfen wir auch mal ratlos sein, keine Lösung parat haben.
  • Zu sagen, dass man Angst hat, sich Sorgen macht, vielleicht auch mal zu weinen, ist kein Zeichen von Schwäche.
  • Jetzt etwas GEMEINSAM tun!!!
    • Miteinander spielen.
    • Miteinander zeichnen.
    • Miteinander sprechen.
    • Füreinander da sein.
    • Einen Kuchen backen.
    • Eine Kerze anzünden.

Positive Gedanken in die Welt schicken.

Autorinnen:
Elisabeth Eder-Janca, zert. Medienpädagogin,dipl. Elternbildnerin, Medienexpertin
Marietheres van Veen, dipl. Elternbildnerin, Journalistin, Filmemacherin

 

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